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Konflikte mit Mediation lösen


Selbstbestimmt,
konsensorientiert,
zukunftsgerichtet und
vertraulich!


Konflikte mit Mediation lösen

Selbstbestimmt, konsensorientiert, zukunftsgerichtet und vertraulich!



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„Am besten überzeugt man mit den Ohren – indem man anderen zuhört.“
– Dean Rusk


Mediation ist ein strukturiertes, inoffizielles Verfahren zur Konfliktbearbeitung und –lösung. Mediation ist eine Methode und grenzt sich als solche von Institutionen wie Schiedsgericht, Gütestelle oder vergleichbaren Instanzen zur Konfliktlösung ab. Diese Abgrenzung lässt sich am besten anhand der nachfolgenden Tabelle verdeutlichen:

Gerichtsverfahren Verhandlung Schlichtung Mediation
Freiwilligkeit Nicht gegeben Gegeben Teilweise gegeben Grundvoraussetzung
Externe Partei Keine Wahlmöglichkeit Nicht vorhanden Schlichter vorgegeben Parteien wählen Mediator selbst aus
Expertenwissen externe Partei Jurist Keine externe Partei vorhanden Unterschiedlich je nach Konfliktsituation Ausgebildeter Mediator mit der Konfliktsituation angemessenem Fachwissen
Formalität Formalisierter, strukturierter Prozess mit klaren rechtlichen Regeln I.d.R. nicht formal, kaum strukturiert Grad der Formalität abhängig von der Konfliktart Nicht formal, aber Strukturierung des Prozesses durch Mediator
Ergebnis Entscheidung durch externe Partei nach juristischen Prinzipien Akzeptables Ergebnis wird angestrebt Keine formale Entscheidung des Schlichters, unverbindlicher Schlichtungsspruch, aber Erwartungsdruck Parteien erarbeiten Lösung selbst und eigenbestimmt. Mediator strukturiert den Prozess ohne eigene Vorschläge und Entscheidungsbefugnis

Wesentliche Unterscheidung ist also, dass Gerichtsprozesse und Schiedsverfahren den Konfliktparteien die Entscheidung aus der Hand nehmen, während bei der Mediation die Parteien mit Hilfe des Mediators selbstbestimmt und eigenverantwortlich die Lösung des Konflikte herbeiführen.

Gerichts-, Schieds- und Schlichtungsverfahren sind zudem stärker vergangenheitsorientiert. Im Vordergrund steht die Vergangenheitsbewältigung. Diese gibt es bei der Mediation zwar auch, sie stellt jedoch lediglich einen Zwischenschritt auf dem Weg zu einer zukunftsgerichteten Lösung dar.

Fazit: Mediation ist kein besseres Verfahren als die anderen genannten, sondern ein anderes.

Folgende Geschichte soll die Unterschiedlichkeit der Verfahren nochmal untermalen:

Drei Schwestern streiten sich um einen Kürbis.
Im klassischen Gerichtsverfahren würde nach festen juristischen Regeln entschieden: eine Schwester (z.B. die, auf dessen Grundstück er gefunden wurde) bekommt den Kürbis, zwei gehen leer aus.

Im Wege der Verhandlung würde man in langen Gesprächen versuchen, eine Einigung zu erzielen, die aber an den unterschiedlichen Vorstellungen der Parteien scheitern kann und viel Zeit und Energie verbraucht.

Im Rahmen einer Schlichtung könnte der Schlichtungsspruch ausgesprochen werden, den Kürbis in drei gleichgroße Teile zu zerlegen. Jede Schwester bekäme einen Teil, aber so richtig geholfen wäre keiner von ihnen (Verhandlungstheoretiker bezeichnen dies als „distributive Gerechtigkeit“).

Bei einer Mediation erarbeiten die Schwestern mit Hilfe des Mediators die ihrem Konflikt zugrunde liegenden Bedürfnisse: die erste Schwester möchte aus der Kürbisschale eine Halloween-Maske schnitzen, die zweite Schwester braucht das Fruchtfleisch für eine Kürbissuppe und die dritte Schwester die Kürbiskerne zur Aussaat. Sie einigen sich auf eine entsprechende Aufteilung des Kürbisses. Das Ergebnis der Mediation lässt nur Sieger zurück!

Mediation als Verfahren unterliegt einer Reihe von Grundprinzipien:

Freiwilligkeit zur Teilnahme seitens der Konfliktparteien ist die Grundvoraussetzung für die Durchführbarkeit einer Mediation. Diese Freiwilligkeit umfasst auch die Gewissheit, den Mediationsprozess jederzeit unter- oder abbrechen zu können.

Der Mediator nimmt eine allparteiliche Rolle ein, indem er alle Parteien gleichermaßen beim Ausdruck ihrer Anliegen unterstützt. Allparteilichkeit hat einen Einfluss darauf, ob die einzelne Konfliktpartei persönlich einschätzen kann, in dem Verfahren fair behandelt worden zu sein.

Die Konfliktparteien agieren eigenverantwortlich. Der Mediator konzentriert sich darauf, das Verfahren zu steuern und verzichtet auf eine inhaltliche Beeinflussung des Klärungsprozesses und auf eigene Entscheidungsvorschläge.

Mediation folgt festgelegten Schritten: Schaffung eines sicheren Rahmens, Konfliktdarstellung, Konflikterhellung, Lösungssuche und Vereinbarung. Diese Phasen müssen nicht immer streng chronologisch durchlaufen werden, sondern orientieren sich am Verständigungsgrad der Parteien.

Mediation findet in einem gesicherten Rahmen statt. Diese Sicherheit fördert bei den Konfliktparteien die Bereitschaft zu einer konstruktiven Konfliktbearbeitung und äußert sich in der Vereinbarung von Vertraulichkeit, Eigenverantwortlichkeit und Gesprächsregeln.

Mediation ist zukunftsorientiert. Die Vergangenheitsbewältigung, also die Aufarbeitung des Konfliktes, bildet einen notwendigen Zwischenschritt zur künftigen Gestaltung der Beziehungen untereinander.


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